„Bewusstes Handeln ist gefragt“
13 / 19.04.2010
Holger Heinzel, 40, Leiter Konzerncontrolling der HHLA, über den aktiven Umgang mit Risiken.
Herr Heinzel, warum benötigt ein Unternehmen wie die HHLA ein Risikomanagement?
Holger Heinzel: Künftige Unsicherheiten im internen und externen Umfeld der HHLA müssen transparent gemacht werden, um mögliche Schäden durch geeignete Maßnahmen zu reduzieren. Dazu sind wir zum einen rechtlich verpflichtet – darüber hinaus aber ist dies ein Thema, dass Aufsichtsrat und Vorstand ohnehin sehr ernst nehmen: Durch den aktiven und sinnvollen Umgang mit Risiken werden strategische Ziele verwirklicht, aber auch Gefahren abgewendet.
Aktuell haben wir gerade Hochwassersaison. Wie widmet sich die HHLA dem Thema?
Das Bundesamt für Hydrographie weist uns auf drohende Sturmfluten hin. Durch Flutschutzvorrichtungen und Notfallpläne vermeidet die HHLA gravierende Schäden. Dabei steuert der HHLA Hochwasserschutzbeauftragte Norbert Paulsen die notwendigen baulichen Maßnahmen, die getroffen werden müssen.
Und welche Aufgabe hat das Risikomanagement dabei?
Die Aufgabe des Risikomanagements besteht in erster Linie darin, Informationen und die nötigen Maßnahmen zu kommunizieren und zu koordinieren. So begegnen wir übrigens allen potenziellen Risiken im Unternehmen, nicht nur dem Hochwasserrisiko.
Kann die HHLA Risiken denn komplett ausschließen?
Nein. Das Geschäft der HHLA ist einer ganzen Reihe von Risiken ausgesetzt. Wir gehen bewusst überschaubare Risiken ein, um Chancen für das Unternehmen zu nutzen. Von daher kann es nicht das unternehmerische Ziel sein, Risiken komplett auszuschließen.
Und wer verantwortet das Risikomanagement der HHLA letztendlich?
In erster Linie sind der Vorstand und die Geschäftsführungen der einzelnen Gesellschaften verantwortlich. Tatsächlich ist es jedoch die Aufgabe jedes einzelnen Mitarbeiters, durch bewusstes Handeln mögliche Schäden vom Unternehmen abzuwenden. Ein geschärftes Risikobewusstsein hat noch keinem Unternehmen geschadet.
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