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2010 trifft 1905:

Der Eisenbahnhafen als nachhaltiges Erfolgsrezept.

Über den Erfolg eines Hafens entscheidet ganz wesentlich auch die Qualität seiner Hinterlandanbindung. Schiene und Seeweg sind wirtschaftlich wie ökologisch ideale Partner, wenn es gilt, große Mengen zuverlässig von A nach B zu befördern. Über die Schienen der Hamburger Hafenbahn rollt heute bereits jeder zwölfte deutsche Güterzug, um im Hafen be- oder entladen zu werden. Die modernen Bahnhöfe auf den drei Container Terminals der HHLA tragen wesentlich dazu bei, dass Hamburg seine traditionelle Position als größter Eisenbahnhafen Europas weiter ausgebaut hat. Der Bahnhof am HHLA Container Terminal Tollerort (Bild heute) gehört zu den kleineren seiner Art, kann aber trotzdem gleichzeitig fünf der mehr als 700 Meter langen Ganzzüge abfertigen. Von hier aus erreichen sie das komplette Hinterland des Hamburger Hafens von Zürich bis Aserbaidschan. Die Grundlagen für diese Entwicklung wurden im 19. Jahrhundert gelegt. Schon die ersten modernen Hafenanlagen am Sandtorkai, mit deren Bau die Staatliche Kaiverwaltung 1862 begann, waren mit Gleisen ausgestattet (historisches Foto). 1927 transportierte die Bahn 59 Prozent aller in Hamburg umgeschlagenen Waren, heute sind es im Fernverkehr etwa 70 Prozent.