Lückenloser Schutz
23 / 19.05.2010
Wie Ulf Zielsdorf, 38, Sicherheitsoffizier der HHLA, die Container Terminals des Konzerns noch sicherer macht.
Bis ein Besucher den Sicherheitskoordinator der HHLA Container Terminals Ulf Zielsdorf in seinem Büro auf dem HHLA Container Terminal Tollerort (CTT) erreicht, hat er mehrere Sicherheitsschleusen passiert. „Die Terminalanlagen der HHLA gelten weltweit als sicher“, sagt der 38-jährige Wirtschaftsingenieur. Schon von weitem ist der rund 2,50 Meter hohe Zaun sichtbar, der unangemeldeten Gästen des CTT an der Landseite den Zugang verwehrt. Am Durchgang zum Terminal erfolgt eine zusätzliche Ausweiskontrolle durch geschultes Sicherheitspersonal. Welche Sicherheitsschleusen der Gast sonst noch passiert, bleibt das Geheimnis des Sicherheitsoffiziers und ist Teil des Gefahrenabwehrplans - und den kennt nur ein kleiner ausgewählter Personenkreis.
Auf jeder einzelnen HHLA Anlage ist ein hauptamtlicher Sicherheitsoffizier für die Umsetzung und Einhaltung definierter Sicherheitsstandards verantwortlich. Als leitender Sicherheitsoffizier liegt die Hauptaufgabe von Ulf Zielsdorf darin, die Interessen aller HHLA Anlagen und Terminals zu bündeln und nach außen zu vertreten. Wichtige Schnittstellen sind für den 38-jährigen Podiumsdiskussionen in Fachkreisen, die Hamburger Hafensicherheitsbehörde (Designated Authority), das Verkehrsministerium auf Bundesebene oder das Finanzministerium bei zollrechtlichen Fragen. „Beim Thema Sicherheit gibt es ständig neue Techniken und Richtlinien. Das Ziel dabei ist klar: Die Sicherheit auf den Anlagen und entlang der gesamten Transportkette zu verbessern“, sagt Zielsdorf. Die gesetzlich geforderten Sicherheitsvorgaben werden auf den HHLA-Anlagen konsequent umgesetzt. „Unserer Sicherheitsstrategie ist auf ständige Verbesserung ausgerichtet. Neuen Richtlinien verschließen wir uns nicht.“
Der Grund für die strengen Sicherheitsrichtlinien ist der sogenannte „International Ship and Port Facility Security Code“ (ISPS-Code), der im Sommer 2004 auf den HHLA Container Terminals Altenwerder, Burchardkai und Tollerort, sowie auf dem Gelände des Hansaport und des O´Swaldkai eingeführt wurde. Die internationale Seeschifffahrtsorganisation hat nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in New York für alle Häfen weltweit ein Übereinkommen getroffen, das Hafenanlagen vor terroristischen Übergriffen schützen soll.
Für jede einzelne Anlage der HHLA wurde eine spezifische Risikoanalyse durchgeführt, die die Grundlage mehrstufiger Gefahrenabwehrpläne bildet. „Die Kontrolle, ob ein Container mit einem High Security Seal versiegelt ist, und elektronisch lesbare Identifikationsausweise sind nur ein kleiner Auszug aus den Abwehrplänen“, sagt der Sicherheitsoffizier. So ist der Zugang zum Terminalgelände nur Mitarbeitern und Personen erlaubt, die mit Namen und Personalausweisnummern an den Terminals registriert sind.
Ulf Zielsdorf, der nach seinem Studium der Wirtschaftsingenieurswissenschaften in Bremerhaven 1998 als Trainee bei der HHLA angefangen hat, begleitet die Umsetzung des ISPS-Codes seit fünf Jahren. Bevor er seinen Job als Sicherheitsoffizier der HHLA antreten durfte, war allerdings eine vollständige Personenüberprüfung notwendig. Neben einem polizeilichen Führungszeugnis mussten deutsche Geheimdienste bestätigen, dass Ulf Zielsdorf keine Verbindung zu terroristischen Netzwerken hat.
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