2010 trifft 1912:
Vergnügungsreisen zur See haben eine Hamburger Geschichte.
Kein Wunder, dass Hamburg sich zu einer echten Kreuzfahrtmetropole entwickelt hat. Schließlich wurde hier die Urlaubsreise auf dem Schiff erfunden. Die Hamburger Reederei Hapag versuchte als erste, ihre Liniendampfer unabhängig von dem zyklischen Geschäft mit Auswanderern und anderen Reisenden auszulasten. Hapag-Direktor Albert Ballin persönlich begleitete sein Flaggschiff „Augusta Victoria“ 1888 auf eine Vergnügungsreise ins Mittelmeer, obwohl seine Kollegen ihn dafür belächelten. Die wochenlange „Excursion“ mit organisierten Landausflügen in 13 Häfen wurde allerdings ein Riesenerfolg. Auch heute faszinieren riesige, luxuriöse Kreuzfahrtschiffe wie die „Queen Mary II“ (Bild heute) der britischen Cunard-Reederei die Hamburger und ihre Gäste. 2009 fertigte die HHLA Tochter Hanseatic Cruise Centers auf den mittlerweile zwei Terminals an der Elbe
75 Kreuzfahrtschiffe und Tausende Besucher ab. Sie kümmert sich um den Reisewechsel inklusive Gepäckabfertigung, sorgt für die Versorgung der Schiffe mit Proviant und Trinkwasser und achtet auf die Einhaltung der internationalen Sicherheitsstandards.
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