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Zwischen Fisch, Architektur und neuen Ideen

33 / 23.06.2010

Hartwig Sommerfeld, 61, Geschäftsführer der Fischmarkt Hamburg-Altona GmbH (FMH), über den Brückenschlag von Tradition zur Moderne.

 

„Nichts im Leben ist beständig“, sagt Hartwig Sommerfeld. Nicht nur Natur und Mensch verändern sich ständig, auch Städte sind stetigem Wandel unterworfen. Seit 1981 arbeitet der Betriebswirt für die Fischmarkt Hamburg GmbH (FMH). Als der gebürtige Wilhelmshavener seine Arbeit begann, gab es dort, wo gerade das neue Fährterminal gebaut wird, noch ein Hafenbecken. „Die Schiffe legten auf der Rückseite des FMH an und luden den Fisch direkt in unsere Lagerhallen“, erinnert sich Sommerfeld.

 

1984 setzte die Stadt Hamburg die Projektgruppe Elbufer ein. Das symbolisierte den Startschuss für den städtebaulichen Wandel zu dem, was heute „Perlenkette“ genannt wird: 1989 wurde die Fischauktionshalle restauriert, drei Jahre später der Speicher D in die Denkmalliste aufgenommen. 1993/94 baute man das Wohnstift Augustinum, 1992 wurde das Fährterminal eröffnet und 1999 das Elbkaihaus umgewandelt. 2003 ging es mit dem Maschinenhaus weiter und 2005 wurde das „Dockland“ errichtet.

 

Sommerfeld beschäftigt als Geschäftsführer der FMH 40 Mitarbeiter. Das Unternehmen verwaltet heute rund 63.000 Quadratmeter Büro- und Gewerbefläche. 130 Mieter aus fischverarbeitenden Betrieben sind auf dem Areal ansässig. Er könnte sich mit seinen Erfolgen zufrieden geben. Doch wer wolle, dass sich das Areal am Fischmarkt weiterentwickle, müsse neue Idee zulassen, findet Sommerfeld.

 

Unter seiner Regie treibt der FMH deshalb die Entwicklung des Areals behutsam weiter. Derzeit wird das letzte Stück der „Perlenkette“ entwickelt, in dem sich die Tiefkühllagerhäuser befinden. Der gelungene städtebauliche Wandel der letzten 20 Jahre hat inzwischen eine neue Klientel in das Viertel gezogen. Unternehmen aus Medien, Werbung und Kultur bereichern das Areal, viele neue Restaurants sind gekommen, aber die Fischwirtschaft ist geblieben. Und die Entwicklung geht weiter. „Auf diese Weise wollen wir auf dem geschichtsträchtigen Areal des Fischmarkts Hamburg-Altona den Brückenschlag von Tradition zur Moderne komplettieren“, sagt Sommerfeld.