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2010 trifft 1929:

Früchte aus aller Welt frisch auf den Tisch.

Mit ihrer automatisierten Klimahalle (Bild heute) setzt das Frucht- und Kühl-Zentrum der HHLA auf dem O’Swaldkai neue Maßstäbe für Fruchtumschlag und -lagerung. Etwa 395.000 Kartons Bananen passen in das Hochregallager, wo nach einer manuellen Eingangskontrolle alles wie von selbst läuft. Ketten- und Rollenförderer sowie Regalbediengeräte verstauen die Paletten. Nur der Computer weiß dann noch, in welcher Sektion welche Bananen lagern. Auch die Temperatur in den vier separaten Kühlkammern wird präzise durch eine Software geregelt. Bananen waren schon im vorigen Jahrhundert ein wichtiges Stückgut im Hamburger Hafen. Heute in Sachen Fruchtumschlag hinter Antwerpen die Nummer zwei, war Hamburg vor dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg Europas führender Fruchthafen. Schon damals wurden Elevatoren an die einkommenden Schiffe angelegt, die ganze Bananenstauden unmittelbar in die Fruchtschuppen transportierten. Dort wurde die Ware kontrolliert, sortiert und landete in den auf der anderen Seite des Schuppens bereitstehenden Bahnwaggons. Wurden die empfindlichen Früchte nicht direkt weitertransportiert, konnten sie in heizbaren, mit Torfmull isolierten Hallen gelagert werden.