Zeit ist Geld
44 / 02.08.2010
Wie Petra Borrusch, 49, Hallenleiterin bei HHLA Logistics mit kühlem Kopf in kurzer Zeit individuelle Warenflüsse für verschiedene Kunden steuert.
„Wareneingang, Zollabwicklung, Lagerung, Kommissionierung, Warenüberarbeitung, Warenabruf und Auslieferung“. Fragt man Petra Borrusch nach dem Dienstleistungsspektrum der modernen Lagerhallen am HHLA Container Terminal Altenwerder (CTA), zählt die Hallenleiterin im Stakkato die Servicepalette ihres 20-köpfigen Teams auf.
Für die sportlichen Zeitvorgaben ihrer Kunden hat Petra Borrusch ein fittes Team. „Alle Waren, die bis 13 Uhr bei uns abgerufen werden, liefern wir noch am gleichen Tag aus.“ Die Bandbreite der eingelagerten Waren reicht von Computerhardware und Unterhaltungselektronik über medizinisches Zubehör bis hin zu Zubehörteilen der Automobilindustrie. Ein Teil der Mannschaft bereitet schon die Warenkartons für den Versand vor, während andere Kollegen zeitgleich Lkw buchen und für die Fahrer Touren zusammenstellen. Oft werden die Waren vor dem Versand auch noch bearbeitet. Da montieren die Kollegen für Kunden A Blenden bei optischen Laufwerken oder prüfen für den Kunden B die Funktionsweise von Lüfterteilen für Automobile. „Wir bieten den kompletten Warenservice aus einer Hand an und arbeiten auf Wunsch sogar mit den Verwaltungsprogrammen der Kunden.“
Die Lagerhallen des Logistik Zentrums Altenwerder zählen zu den modernsten Logistikanlagen Deutschlands. Die Hochregallager bringen nicht nur eine effektive Platzausnutzung, auch die Nähe zum HHLA Container Terminal Altenwerder ist ideal für Kunden. In direkter Nachbarschaft zum Terminal, der große Überseeschiffe be- und entlädt, werden die Waren von Petra Borruschs Team aus dem Bauch der Stahlboxen entladen, bearbeitet und neu gepackt. „Die kurzen Wege sparen unseren Kunden jede Menge kostbare Zeit“, sagt Borrusch. Die dunkelhaarige Frau ist ständig in Bewegung und hat ihre Augen überall. Nur so behält sie den Überblick über die verschiedenen Abläufe, die 20 modernen Flurförderzeuge und den im Tagesverlauf anwachsenden Papierstapel auf ihrem Schreibtisch. Trotzdem, wenn ein Kollege ein Problem hat, schließt sie ihre Bürotür und nimmt sie sich Zeit zum Zuhören.
Damit die Güter für jeden Kunden schnell ein- und ausgelagert werden können, arbeiten in den Hallen 1 und 2 jeden Tag mindestens 20 Kollegen zusammen. „Für unseren flexiblen Bedarf engagieren wir Zeitarbeitskräfte, je nachdem wie viel in der Schicht zu tun ist. Dabei versuchen wir immer, auf einen festen Pool an freien Mitarbeitern zurückzugreifen. So können die Zeit-Kollegen besser planen, und wir profitieren von ihrer Erfahrung“, sagt Petra Borrusch.
Als Chefin plant Petra Borrusch nicht nur den Personaleinsatz jeden Tag neu, sie ermittelt auch den Bedarf an Gerätschaften und Technik. Die Mutter von zwei erwachsenen Kindern ist es gewohnt, ihren Tag vorausschauend zu planen. Bis 17 Uhr holen die Lkw Waren ab, im Normalfall stehen gleich mehrere Fahrzeuge an den Laderampen. Zwischendurch werden stets neue Waren angeliefert, per Handscanner erfasst und in die Regale eingelagert. Die Abrechnung der erbrachten Leistungen erledigt Frau Borrusch mit ihren Bürokollegen parallel.
„Bei uns steht Teamwork nicht oben links im Regal“, erklärt Petra Borrusch das gute Miteinander ihrer Mitarbeiter. Ein Mal im Jahr machen wir alle gemeinsam einen Wochenendausflug. „Das Geheimnis unserer guten Arbeit ist der persönliche Zusammenhalt. Dann ist auch der tägliche Zeitdruck leichter zu nehmen“, sagt Petra Borrusch.
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