2010 trifft 1934:
Deutsche Exportschlager erreichen jeden Winkel der Welt.
Vom Terminal O’Swaldkai im Herzen des Hamburger Hafens finden deutsche Export-Pkw den Weg in alle Welt. Die meisten von ihnen fahren über die Rampe auf ein Roll-on/Roll-off-Schiff wie die „Grande Colonia“ (Bild heute) der italienischen Reederei Grimaldi. In das Schiffsinnere dieser Autotransporter passen 3.500 Autos, die auf mehreren Etagen sorgfältig gesichert werden, damit sie in der Mittelmeerregion unbeschädigt wieder von Bord rollen können. Zuvor bereiten spezialisierte Mitarbeiter der HHLA Tochtergesellschaft Unikai jedes Fahrzeug auf seine Verschiffung vor. Manche müssen in Containern verstaut werden, weil ihr Zielhafen nicht auf den Fahrplänen der großen Autotransporter steht. Zum Glück bietet Hamburg regelmäßige Containerverkehre in nahezu alle Weltregionen. In der Stahlbox kommen die Fahrzeuge dann wirklich überall an. Mit seiner ausgefeilten, computerunterstützten Logistik bietet Unikai einen fast so individuellen Service wie die früher übliche aufwendige Einzelverladung (historisches Foto) mit speziellem Anschlaggeschirr – nur viel effektiver. Die 21.500 Tonnen an Kraftwagen und Motorrädern, die 1936 über den gesamten Hamburger Hafen verschifft wurden, könnte die „Grande Colonia“ mit
wenigen Fahrten bewältigen.
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