Notfalls mit dem Hubschrauber
5 / 22.03.2010
Robin Steyer, 28, Assistent der Geschäftsführung auf dem HHLA Container Terminal Altenwerder, über den Störfaktor Winter auf den Containerterminals.
Herr Steyer, wie wird der Betrieb am CTA gesichert, wenn der Winter hereinbricht?
Auf dem Gelände des HHLA Container Terminal Altenwerder (CTA) haben wir zwei Räumfahrzeuge und ein Multicar stationiert, die bei Schnee zur Räumung des Terminals eingesetzt werden oder Salz streuen, wenn nötig. Um immer über ausreichend Streustoffe zu verfügen, haben wir einen eigenen Salzlaugetank sowie eine Salzlagerhalle. Der Leitstand am CTA ist für die Koordination der Einsätze verantwortlich. Um frühzeitig reagieren zu können, erhält der CTA zudem stets aktuelle Informationen vom Deutschen Wetterdienst.
Können Containerbrücken bei starkem Schneefall ausfallen?
Um ein Einschneien und Vereisen der Laufschienen zu verhindern, werden bei starkem Schneefall alle Hauptkatzen der Brücken ständig bewegt. Außerdem sorgen Mitarbeiter mithilfe von Laubgebläse und Besen dafür, dass alle Arbeitsbereiche schnellstmöglich von Schnee und Eis befreit werden. Sammelt sich der Schnee auf den Containern, können die Spreader nicht mehr in die Cornercastings gelangen.
Wie lösen Sie dieses Problem?
In diesem Fall arbeiten wir mit einem Verleiher von Helikoptern zusammen: Sie fliegen über die Container und blasen mit dem Abwind des Helikopters den Schnee von den Containern.
Und bei Eis?
Laufen die Cornercastings mit getautem Schnee voll und vereisen stark, kommt ein spezieller Spreader zum Einsatz, der sogenannte Cornercasting-Räumer. Dieser bricht das Eis aus den Castings heraus.
Wie wird der Betrieb der automatischen Transportfahrzeuge, so genannte Automated Guided Vehicles (AGVs), gewährleistet?
Bei Schnee und Eis streut ein AGV mit einem Salzstreuaufsatz bestückt die Fläche ab, um ein Einschneien oder Rutschen der AGVs zu verhindern. Dadurch ist der Winterdienst möglich, auch während des laufenden Betriebs.
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