Heiße Rhythmen nach Feierabend
53 / 01.09.2010
Wie Oliver Koch, 46, Leiter der Abteilung IT-Betrieb bei der HHLA, mit der HHLA-Band "After-Work-Project" seinen Feierabend rockt.
„Let’s rock!“, ruft Oliver Koch. Schlagzeug, Cello, Bass oder E-Gitarre – der Raum, in dem sich Koch an diesem Abend mit Kollegen der HHLA trifft, ist vollgepackt mit Instrumenten. Heute ist es wieder soweit – wie jede Woche, immer nach Feierabend. Probe. Und was für eine: Wenn die Musiker der HHLA-Kollegenband „After-Work-Project“ mit ihren Instrumenten loslegen, vibriert die Luft.
Was vor fünf Jahren als Hobbyband startete, ist heute bereits eine erfahrene Band mit erster eigener CD. „Wir haben eine tolle Dynamik in der Gruppe“, freut sich Oliver Koch, einer von zwei Frontmännern. Der Bandname erklärt gleichzeitig auch das Motto: Einerseits ist die Musik für die Kollegen ein Freizeitspaß ohne kommerzielle Ziele, andererseits arbeiten die meisten Kollegen im Berufsalltag oft Projekt bezogen. Was liegt da näher, als der Band den Namen „After-Work-Project“ zu geben? Ein schöner Nebeneffekt: Mit Kollegen, mit denen man gern musiziert, gibt es auch im Job keine Probleme.
In der Anfangsphase der Band, die im Jahr 2005 als Trio mit zwei Gitarren und einer Mundharmonika startete, spielten die Musiker als erstes ein festes Repertoire ein. „Unser Qualitätsanspruch ist schon von Anfang an hoch gewesen“, sagt Oliver Koch, „zwischen dem Punkt, dass der Zuschauer den Auftritt gut findet, und der eigenen Einschätzung mit „gut“ liegen zum Teil Welten. Letztendlich ist es aber für uns wichtig, dass unsere Musik den Zuschauern gefällt.“ Mit dem Repertoire der Band wuchs auch die Zahl der Instrumente stetig an. Heute spielen Schlagzeug, Cello, Bass, Mundharmonika, zwei Akustik-Gitarren und eine E-Gitarre einen mitreißenden Mix aus Oldies, Rock’n’Roll und den Top 40 der aktuellen Charts. Seit Januar 2010 ist auch eine weitere Kollegin als neue Sängerin dabei. Es gibt seit dem letzten Jahr erste Studioaufnahmen. Diese Demo-CD ist für die Band ein echter Meilenstein. „Wir sind eine Hobbyband, die nicht zusammen ist, um Geld zu verdienen“, sagt Oliver Koch.
In seinem Job leitet Koch bei der HHLA die Abteilung IT-Betrieb mit über 30 Kollegen. „Mannschaft“ nennt er sein Expertenteam aus Kolleginnen und Kollegen, dieser Ausdruck zeigt den Respekt, den er für das einzelne Fachwissen seiner Mitarbeiter hat. Zur HHLA kam Oliver Koch über eine Stellenausschreibung für Organisationsprogrammierer der damaligen Tochter Logas. „Ich habe 1991 in der Konzernzentrale angefangen als „Softwareentwickler“ – so zumindest nennt man es heute. Später arbeitete er als Projektleiter. Nach zehn Jahren mit vielen Projekten, der „Jahr 2000-Umstellung oder der HHLA-Stauplanung übernahm er die Leitung der Abteilung IT-Betrieb und verantwortet seitdem bei Servern, Netzwerken und auch auf den Schreibtischen das einwandfreie Funktionieren aller IT-Komponenten, die produktiv im Einsatz sind.
Einmal in der Woche feilen „After-Work-Project“ nach Feierabend an ihrem Sound. „Bei den Bandproben haben wir schon richtig viel Spaß, das wird nur noch von Live-Auftritten getoppt,“ sagt Koch. Ihren bislang größten Auftritt hatte die Band auf der Betriebsfeier anlässlich des 5-jährigen Bestehens des HHLA Container Terminals Altenwerder. Aber auch zu kleineren Gelegenheiten wie privaten Partys und Jubiläen spielt die Band gern auf. „Wir möchten unsere Zuhörer mitreißen und sie mit unserer Musik begeistern. „„Mein Ding“ von Udo Lindenberg trifft es da auf den Punkt“ sagt Oliver Koch.
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