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2010 trifft 1945:

Alte Fassaden erstrahlen in neuem Glanz.

Nur die solide Bauweise und viele Brandmauern bewahrten große Teile der historischen Speicherstadt im Zweiten Weltkrieg vor dem Ausbrennen. Die Kriegsschäden wurden rasch ausgebessert. Mit dem Aufkommen des Containers verlor die Speicherstadt aber allmählich ihre Funktion als Logistikzentrum für Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze. Anfang der 1980er-Jahre entwickelte sie sich zum weltgrößten Lager- und Handelsplatz für Orientteppiche, trotzdem sank die Zahl der traditionellen „Quartiersleute“ stetig. Die HHLA als Erbauer und Betreiber leitete einen behutsamen Strukturwandel der Speicherstadt ein, die 1991 komplett unter Denkmalschutz gestellt wurde. Traditionelle Lagernutzung wurde ergänzt durch Publikumsmagneten wie die Modelleisenbahn „Miniatur Wunderland“ oder den „Hamburg Dungeon“. Namhafte Modelabels, Werbeagenturen, Kultureinrichtungen und ein stetig wachsendes Gastronomieangebot bringen heute neues Leben in die alten Backsteingebäude. Für die neuen Mieter werden die Speicherblöcke grundlegend saniert und modernisiert. Ein mehrfach prämiertes architektonisches Glanzstück dieses Strukturwandels ist der hier abgebildete Block P, der heute auf 20.000 Quadratmetern die Zentrale der Hamburg Port Authority beherbergt.