Startseite Startseite 125 Jahre

HHLA CHRONOLOGIE

1866: Gründung der Staatlichen Kaiverwaltung, die 1935 in der HHLA aufgeht. Sie baut Hamburgs erste moderne Hafenanlage am Sandtorkai, die weltweit als Vorbild für ähnliche Anlagen dient und den folgenden Aufstieg zum Welthafen ermöglicht.

1885: Am 7. März wird die „Hamburger Freihafen-Lagerhaus-Gesellschaft“ (HFLG) aus der Taufe gehoben, um das damals größte und technisch fortgeschrittenste Logistikzentrum – die Hamburger Speicherstadt – zu errichten und zu betreiben.

1888: Pünktlich zum Zollanschluss Hamburgs an das Deutsche Reich ist der erste Bauabschnitt der Speicherstadt fertiggestellt. Er umfasst bereits 60 Prozent der späteren Gesamtfläche.

1914: Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs ist Hamburg hinter London und New York zum weltweit drittgrößten Hafen aufgestiegen.

 
1931:
Die Staatliche Kaiverwaltung installiert ein witterungsgeschütztes mobiles Fördersystem für Bananen, 1934 entsteht der erste Spezialschuppen für Bananen. Als Fruchthafen ist Hamburg die Nummer 1 in Europa. Die Kaiverwaltung trägt mit ihren Neuerungen maßgeblich dazu bei.

1935: Am 1. April geht die Staatliche Kaiverwaltung, die Verluste verbucht, in der wirtschaftlich erfolgreicheren HFLG auf. 1939 wird das neue Unternehmen, das Umschlag und Lagerung unter einem Dach vereint, in „Hamburger Hafen und Lagerhaus-Aktiengesellschaft“ (HHLA) umbenannt.

1945: Das Ausmaß der Kriegszerstörungen ist enorm: 90 Prozent der Kaischuppenfläche sind zerstört, zwei Drittel aller Lagerhäuser unbrauchbar. Es können nur noch 1,8 Millionen Tonnen umgeschlagen werden, nur noch so viel wie bereits 1865.  

1952: Die HHLA setzt erstmals den Gabelstapler ein, der die schwere Handarbeit mit der Sackkarre ablöst und die Standardisierung im Güterverkehr vorantreibt. Der Wiederaufbau des Hafens ist fast abgeschlossen.

1961:
Die HHLA beginnt mit dem Bau des modernsten Bananenschuppens Europas. Elevatoren können die Bananen wettergeschützt aus den Schiffen in die Lagerhallen transportieren.

 
1966: Autos rollen über neue RoRo-Anlage

1966: Abfertigung des ersten RoRo-Schiffes in Hamburg: Am Schuppen 10 rollen Fahrzeuge über die neue Rampe der HHLA.

1967: Das Überseezentrum wird als größter Verteilerschuppen der Welt eingeweiht. Die "Verteilungsanlage für Stückgutsammelladungen" verfügt über eine Gesamtfläche von anfangs 145.000 Quadratmetern.


1968: Das erste Vollcontainerschiff, die American Lancer, kommt nach Hamburg. Am künftigen HHLA Container Terminal Burchardkai wird sie mit speziellen Containerbrücken abgefertigt.

1970: Die neue Hafenordnung befreit die HHLA von allen hoheitlichen Aufgaben und stellt das Unternehmen in den freien Wettbewerb. Alle Unternehmen der Hafenwirtschaft müssen ihre Suprastruktur – wie zum Beispiel Kräne und Gebäude – nun aus eigenen Mittel finanzieren. Eine Welle von Investitionen rollt an.

1976: Die HHLA ist zunehmend unternehmerisch aktiv. Sie gründet beispielsweise die HPC Hamburg Port Consulting, die schon bald weltweit in der Hafen- und Transportlogistik berät.

1978: Eröffnung des technisch wegweisenden HHLA Frucht- und Kühl-Zentrums mit einer fast verdoppelten Kühllagerfläche.

1982: Eröffnung eines Container Terminals der HHLA am O'Swaldkai, der als Mehrzweckterminal auf RoRo-Ladung und Fruchtlogistik spezialisiert ist.

1984: Einrichtung von Datenfunksystemen, mit deren Hilfe die Containergestellung durch Van-Carrier perfektioniert wird.

1992: Die HHLA Beteiligung Polzug lässt den ersten privaten Containerzug nach Osteuropa rollen. Das Containertransportnetz zwischen Häfen und Hinterland wird ausgebaut, indem die HHLA sich an weiteren Intermodalgesellschaften wie Metrans und TFG Transfracht beteiligt.

1995: Als erster Containerterminal der Welt setzt der Burchardkai Satellitendaten zur genauen Positionierung der Container im Lager ein.

1996: Die HHLA erwirbt den Container Terminal am Tollerort.

1999: Mit dem Abschluss der Elbvertiefung beginnt eine Boomphase des Hamburger Hafens mit anhaltend zweistelligen Wachstumsraten im Containerverkehr. Hamburg profitiert dabei von seiner Position als wichtigster europäischer Hafen für Fernost und den Ostseeraum.

 

2002: Feierliche Eröffnung des HHLA Container Terminals Altenwerder. Er ist bis heute die Anlage mit dem weltweit höchsten Automatisierungsgrad.

2002: Nach zweijähriger Bauzeit und umfangreicher Restaurierung durch das Architektenbüro Gerkan, Marg & Partner zieht die Verwaltung der HHLA wieder in ihre traditionsreiche Zentrale Bei St. Annen 1.

2003: Die HHLA hat sich neu strukturiert – mit einer strategischen Management-Holding an der Spitze. Der Konzern fokussiert seine Aktivitäten auf die vier Geschäftsfelder Container, Intermodal (Hinterlandtransporte), Logistik und Immobilien.

2004: Die HHLA startet das größte Investitionsprogramm ihrer Geschichte. Im Mittelpunkt stehen der Kapazitätsausbau in Hamburg auf künftig mehr als 12 Millionen Standardcontainer pro Jahr, die Erweiterung des HHLA Transportnetzwerkes sowie Investitionen in den Ausbau des Multifunktionsterminals O’Swaldkai.

 

2005: Die HHLA aktualisiert ihren Namen: Aus der „Hamburger Hafen- und Lagerhaus-Aktiengesellschaft“ wird die „Hamburger Hafen und Logistik Aktiengesellschaft“.

2006: In Dunajská Streda entsteht das mittlerweile dritte Metrans-Binnenterminal. Die an der slowakisch-ungarischen Grenze gelegene Drehscheibe für Südosteuropa wird schon 2009 weiter ausgebaut.

2007: Erfolgreicher Börsenstart der HHLA. Bereits im März 2008 wird die Aktie in den MDAX aufgenommen.

2010: Auf dem Burchardkai werden wichtige Meilensteine des Investitionsprogramms in Betrieb genommen: Eine neue Generation Containerbrücken im Verbund mit dem neuen Blocklagersystem erhöht die Leistungsfähigkeit der Anlage für die Abfertigung von Großschiffen erheblich.

 
Nachtarbeit auf dem Burchardkai, 2007