Containerfluss auf Finnisch
Die IT-Kompetenz der HHLA-Tochter Hamburg Port Consulting sorgt im finnischen Containerhafen Hamina für einen besseren Daten- und Warenfluss.
Wenn die „Anke Ehler“ in den Hafen von Hamina einläuft, sind die Daten zu ihrer Ladung schon längst da. Sobald das Feederschiff den HHLA Container Terminal Lübeck verlässt, werden die Ladungsdaten von der Reederei per E-Mail an die Hamina Multimodal Terminals (HMT) vorausgeschickt. HMT speist diese Daten in sein EDV-System ein und schnürt bereits die Arbeitspakete für die effiziente Abfertigung des Schiffs. Macht die 118 Meter lange „Anke Ehler“ an einem der drei Liegeplätze fest, kann der Umschlag sofort beginnen.
Ein Beispiel für das reibungslose Ineinandergreifen der Transportkette, mit der Waren aus Fernost über Hamburg in die Ostseeregion gelangen. Zugleich ein Beispiel für das vernetzte Arbeiten der HHLA. Die Beratungstochter HPC Hamburg Port Consulting GmbH hat den finnischen Hafenbetreiber HMT in den vergangenen Jahren bei der Einführung einer neuen Systemsoftware begleitet, die den Durchfluss der Container auf dem Terminal unterstützt. Das Container Terminal Informations System CTIS koordiniert sämtliche Prozesse für den Umschlagbetrieb. CTIS sorgt nicht nur dafür, dass der Terminalbetreiber (und auch der Kunde) stets weiß, wo jeder Container sich gerade befindet. Das Programm generiert anhand der vorausgeschickten Ladungsdaten Aufträge, in welcher Reihenfolge Container auf dem Terminalgelände gelagert und wieder ausgeliefert werden sollen. Seit dem Jahr 2007 sind die 20 Stapler, mit denen Container auf der Anlage von HMT befördert werden, mit Datenfunk ausgerüstet, sodass die Fahrer ihre Arbeitsaufträge jeweils aktuell in die Fahrerkabine gesendet bekommen. Das vereinfacht und beschleunigt den Umschlag.
Diesem technischen Fortschritt ging eine intensive Analyse der Arbeitsabläufe auf der Anlage von HMT voraus. Berater von HPC, die weltweit direkte Erfahrungen mit dem Umschlaggeschäft gesammelt haben, diskutierten mit den finnischen Fachleuten, welche Verbesserungen in Hamina sinnvoll und möglich sind. Als Aufgaben und Ziele definiert waren, passte HPC die selbst entwickelte Terminalsoftware an die speziellen Bedürfnisse von HMT an, programmierte Schnittstellen, beispielsweise zum Buchhaltungssystem, und schulte die rund 60 involvierten Mitarbeiter von HMT.
Nun gibt es also auch eine finnische CTIS-Version – neben einer englischen, kyrillischen, portugiesischen, polnischen und spanischen. In den Häfen von Valparaiso, Odessa, Karachi, Lobito, Santos, aber auch auf den Landterminals der HHLA-Bahntochter Polzug (Warschau, Breslau, Posen und Kattowitz) wird das Programm eingesetzt. Fundierte Beratung kombiniert mit maßgeschneiderten IT-Lösungen – auch in der jeweiligen Landessprache der Kunden – gehört zum Erfolgsrezept von HPC. Auch so trägt die HHLA zum verbesserten Informationsfluss in der logistischen Kette bei.
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