Die HHLA hat einen der weltweit ältesten noch funktionsfähigen "Portalhubwagen" instand gesetzt und dem Hamburger Hafenmuseum übergeben.
DER GABELSTAPLER VERÄNDERT DIE LAGERLOGISTIK
Zwar hatten Dampf- und Elektrokran, der Umschlag direkt an der Kaimauer sowie die Motorisierung des Warentransports bereits im 19. Jahrhundert zu einem Quantensprung in der Produktivität der Hafenlogistik geführt. Dennoch gab es beim Transportieren und Lagern noch viele Arbeitsbereiche, in denen schwere körperliche Arbeit unverzichtbar war. Der in den USA entwickelte Gabelstapler brachte hier einen großen Fortschritt.
Diese Geräte waren effizienter als zum Beispiel Elektrokarren, denn sie übernahmen gleichzeitig den Transport in der Horizontalen wie auch das Stapeln in der Vertikalen. Ihr Einsatz machte ab 1952 die Handarbeit mit der Sackkarre überflüssig, und die nun aufkommende Verladung auf Paletten trieb die Standardisierung im Güterverkehr voran. Gabelstapler waren allerdings in den mehrstöckigen Lagerhäusern der Speicherstadt wie auch in vielen alten Kaischuppen unter anderem wegen ihres Gewichts kaum einsetzbar. Die HHLA berücksichtigte daher beim Neubau von Schuppen als eines der ersten deutschen Hafenunternehmen die Anforderungen der Gabelstapler.
Dieser Fortschritt hatte Folgen für die Speicherstadt: Seit den 1970er-Jahren wanderten ihre Warenbestände in andere Lagerkomplexe, wo Gabelstapler effizienter manövrieren konnten. Seit 1991 steht die Speicherstadt unter Denkmalschutz und wird von der HHLA behutsam zu einem urbanen Quartier umgebaut. Tür an Tür mit den verbliebenen traditionellen Handelsfirmen haben sich Kreative, Agenturen und Gastronomiebetriebe angesiedelt, Museen und Freizeitattraktionen locken Millionen Besucher an.
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