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HHLA-GLOSSAR: FACHBEGRIFFE AUS HAFEN UND LOGISTIK

AUTOMATED GUIDED VEHICLE (AGV): Vollautomatisches fahrerloses Transportsystem, welches die Container zwischen den Containerbrücken an der Wasserseite und dem Blocklager bewegt. Wird bei der HHLA am Container Terminal Altenwerder eingesetzt.

AUSGANGSTONNAGE: Gesamtheit der ausgehenden Ladung.

BLOCKLAGER: Bei der HHLA werden auf dem Container Terminal Altenwerder und künftig auch auf dem Container Terminal Burchardkai automatisierte Blocklager zur kompakten Stapelung von Containern eingesetzt, die von Portalkränen auf Schienen bedient werden.

 

CONTAINERBRÜCKE: Krananlage zum Be- und Entladen von Containerschiffen. Unterschieden werden Panmax-, Post-Panmax- und Super-Post-Panmax-Containerbrücken, die für Abfertigung der entsprechenden Schiffsgrößen geeignet sind.

 

CONTAINERTRUCKING: Transport von Containern mit dem Lkw. Bei Transporten innerhalb des Hafens spricht man auch von Umfuhren.


EINGANGSTONNAGE: Gesamtheit der eingehenden Ladung.

FACILITY-MANAGEMENT: Bezeichnet die Bewirtschaftung und Verwaltung von Gebäuden, Anlagen und ähnlichen Einrichtungen wie etwa Kühlhäuser oder eine Bananenreiferei.

FEEDER, FEEDERSCHIFF: Zubringerschiff, das kleinere Mengen von Containern in Häfen weiterverteilt, die nicht direkt von Großcontainerschiffen angefahren werden. Von Hamburg aus werden beispielsweise der Ostseeraum und Skandinavien mit Feedern bedient.

FLURFÖRDERFAHRZEUGE: Fahrzeuge, die Güter an Land transportieren, stapeln und umschlagen können. Siehe auch: Reachstacker, Van-Carrier.

HAMBURG-ANTWERPEN-RANGE (AUCH HAMBURG-ANTWERP-RANGE): Damit werden die großen nordeuropäischen Häfen Hamburg, Bremerhaven, Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen und Zeebrügge bezeichnet, die entlang der Nordseeküste im direkten Wettbewerb zueinander stehen.

HINTERLAND: Bezeichnet das Einzugsgebiet eines Hafens.

INTERMODAL BZW. INTERMODAL-SYSTEME: Transport unter Nutzung mehrerer Verkehrsträger (Schiene, Wasser, Straße), der die jeweils spezifischen Vorteile der Verkehrsträger kombiniert.

ISPS-CODE: Der internationale Kodex für die Gefahrenabwehr auf Schiffen und in Hafenanlagen (International Ship and Port Facility Security) soll die Gefährdung durch terroristische Anschläge minimieren.

KONTRAKTLOGISTIK: Geschäftmodell, das auf einer langfristigen, arbeitsteiligen Kooperation zwischen einem Hersteller von Gütern und einem Logistikdienstleister basiert, die durch einen Dienstleistungsvertrag (Kontrakt) geregelt ist. Kontraktlogistik-Dienstleister übernehmen logistische und logistiknahe Aufgaben entlang der Wertschöpfungskette, wie zum Beispiel Verpackung, Kommissionierung oder Veredlung.

LOCO-AUFKOMMEN: Örtliches Frachtaufkommen, das in der unmittelbar angrenzenden Wirtschaftsregion produziert, verarbeitet oder verbraucht wird. Für den Hamburger Hafen ist dies die Metropolregion Hamburg mit über vier Millionen Einwohnern.

LÖSCHBRÜCKE: Anlage zum Löschen von Kohle- und Erzfrachtern.

MECHATRONIKER: Bezeichnet fachübergreifenden Beruf mit Tätigkeit in den Gebieten Mechanik und Elektrotechnik/Elektronik, ergänzt durch Steuerungstechnik und Informationstechnik.

MOVES: Einheit, mit der die Anzahl der von einer Containerbrücke bewegten Container gezählt wird.

MULTIFUNKTIONSTERMINAL: Universalterminal für den Umschlag verschiedener Stückgutarten, beispielsweise Fahrzeuge, konventionelle Stückgüter und Container.

MULTIMODALE TRANSPORTE >> siehe Intermodal

NORDRANGE: Nordeuropäische Überseehäfen. Im engeren Sinn wird der Begriff oft synonym zu >> Hamburg-Antwerp-Range benutzt, im weiteren Sinn werden hierunter alle großen nordeuropäischen Kontinentalhäfen von Le Havre bis Hamburg sowie Göteborg verstanden.

PANMAX-KLASSE: Containerschiffe, die durch die Schleusen des Panamakanals passen. Sie können bis zu 5.000 Standardcontainer an Bord nehmen, während auf die größeren Containerschiffe der Post-Panmax-Klasse bis zu 15.000 Standardcontainer passen.

 

PORTALKRÄNE (RMG): Krananlagen, die ihren Arbeitsbereich (zum Beispiel im >> Blocklager) wie ein Portal überspannen. Sie operieren oft auf Schienen und werden dann RMG (Rail Mounted Gantry Crane) genannt.

REACHSTACKER: Flurförderfahrzeuge, die mit einem schrägen Teleskoparm bis zu zwei Container gleichzeitig aufnehmen und über andere Container hinwegheben können.

REEFER-CONTAINER: Container, die über ein integriertes Kühlsystem verfügen – kurz: Kühlcontainer.

RFID (RADIO FREQUENCY IDENTIFICATION DATA): Verfahren, um  per Funkerkennung lesen und speichern zu können. Dazu werden RFID-Chips an Objekten angebracht, die anhand der darauf gespeicherten Daten schnell identifiziert werden können.

RORO: Die Abkürzung für "Roll-on Roll-off" bezeichnet ein Ladeverfahren für Güter, die in ein Schiff gerollt (gefahren) werden können.

SEEWÄRTIGE INTERKONTINENTALVERKEHRE:
Warenverkehr zwischen den Kontinenten auf dem Seeweg, wobei meist Großcontainerschiffe zum Einsatz kommen.

STANDARDCONTAINER
>> siehe TEU

STAUEREI: Stauereien kümmerten sich bis in die 60er Jahre um den kompletten Umschlag, also die Be- und Entladung von Schiffen. Mit dem Aufkommen der Containerschifffahrt verschwanden viele Stauereien, die sich heute auf das Verstauen einzelner Güter (zum Beispiel Schwergüter oder Früchte) im Schiff oder auch im Container konzentrieren.

TERMINAL: Bezeichnet in der Transportbranche ein Gelände mitsamt Infrastruktur, an dem Güter zwischen verschiedenen Verkehrsträgern umgeschlagen werden können.

TEU (TWENTY FOOT EQUIVALENT UNIT): Genormter Standardcontainer, der weltweit als Maßeinheit zur einheitlichen Zählung von Containermengen Verwendung findet. Dieser 20-Fuß-Container ist 20 Fuß (6,1 Meter) lang, 2,44 Meter breit und 2,59 Meter hoch.

TRIMODAL:
Beschreibt die vorhandene Anbindung einer Logistikanlage an die drei Verkehrsträger Schiene, Straße und Wasserweg.

VAN-CARRIER (AUCH STRADDLE-CARRIER): Umschlaggerät mit meist acht Rädern zum Transport von Containern auf den Terminals. Der Fahrer bewegt seinen Van-Carrier über den Container, hebt diesen an und stapelt ihn in mehreren Lagen.