Die HHLA hat einen der weltweit ältesten noch funktionsfähigen "Portalhubwagen" instand gesetzt und dem Hamburger Hafenmuseum übergeben.
DIE SPEICHERSTADT:
DAS MODERNSTE LOGISTIK-
ZENTRUM SEINER ZEIT
Selbst im aufstrebenden, innovationsfreudigen Deutschen Reich Ende des 19. Jahrhunderts war sie eine kleine Sensation: die Hamburger Speicherstadt, ein gewaltiger Komplex von Lagerhäusern, errichtet in direkter Nachbarschaft zu den modernen Kaianlagen des 1866 eingeweihten Sandtorhafens. Im neu geschaffenen Freihafengebiet waren großzügige Lagerflächen entstanden, standardmäßig ausgerüstet mit Neuerungen wie elektrischem Licht und hydraulisch angetriebenen Winden. Für Druckwasser und Strom sorgte ein eigenes Kraftwerk, die Speicher mit ihren starken Außenmauern sorgten für ein stabiles Raumklima, in dem empfindliche Waren ohne Heizung oder Kühlung lagerten. Um die Speicherstadt zu errichten, hatten der Hamburger Senat, Kaufleute und die Norddeutsche Bank am 7. März 1885 die Hamburger Freihafen-Lagerhaus-Gesellschaft (HFLG) gegründet. Sie ist die direkte Vorgängerin der HHLA.
Finanziert mit privatem Kapital war es Aufgabe der HFLG, Lagerflächen im neuen Freihafen zu schaffen, eine Voraussetzung für den Zollanschluss an das Deutsche Reich. Schon 1888, pünktlich zum Zollanschluss, ging der erste Bauabschnitt in Betrieb, ein wichtiger Baustein des aufstrebenden Welthafens. Bis 1927 entstand in Etappen ein gewaltiges Gebäudeensemble im neogotischen Stil, gebaut aus Millionen von roten Backsteinen, gegründet auf Tausenden von Pfählen, mit einer Nutzfläche von insgesamt 310.000 Quadratmetern.
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