Die HHLA hat einen der weltweit ältesten noch funktionsfähigen "Portalhubwagen" instand gesetzt und dem Hamburger Hafenmuseum übergeben.
AUSBAU DER TRANSPORTNETZWERKE
Hamburg war nach dem Zweiten Weltkrieg durch den Eisernen Vorhang für mehr als 40 Jahre von seinem natürlichen Hinterland im Osten abgeschnitten. Noch 1938 waren knapp 60 Prozent der Exportladungen aus dieser Region gekommen. Kein Wunder, dass in den 1990er-Jahren nach dem Fall der Mauer das Wachstum im Hamburger Hafen zusätzlich Fahrt aufnahm. Dies galt besonders für den Hinterlandverkehr mit der Bahn. Während sich die schnell wachsenden Güterströme auf den Straßen gen Osteuropa stauten, bot die Schiene eine wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Alternative. Die HHLA nutzte die Chancen, die sich durch die beginnende Liberalisierung des Bahntransportmarkts ergaben.
Im September 1991 schrieb die EU-Direktive 440 den freien Zugang zum Schienennetz fest und schon im Januar 1992 ließ die „Polzug Polen-Hamburg Transport GmbH“, ein Joint Venture der HHLA mit der polnischen Staatsbahn PKP und dem Spediteur Egon Wenk, den ersten privaten Containerzug nach Osteuropa rollen. Um die deutschen Seehäfen über flächendeckende Containerverkehre auf der Schiene mit dem Hinterland in Mittel- und Osteuropa zu verbinden, beteiligte sich die HHLA an weiteren Intermodalgesellschaften wie Metrans (Tschechien, Slowakei, Ungarn) und Transfracht (Deutschland, Österreich, Schweiz). Ihre umweltfreundlichen Containerganzzüge brachten Hamburgs traditionelle Stärke als Eisenbahnhafen wieder zum Tragen. Heute fährt jeder achte Güterwaggon Deutschlands durch den Hamburger Hafen. Und für die HHLA wurde der Transport von Containern zwischen Hafen und Hinterland zu einer weiteren Säule ihres Geschäftsmodells.
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