Die HHLA hat einen der weltweit ältesten noch funktionsfähigen "Portalhubwagen" instand gesetzt und dem Hamburger Hafenmuseum übergeben.
INNOVATIONEN BEGLEITEN DEN AUFSTIEG ZUM WELTHAFEN
Trocken und gut temperiert konnten in der Speicherstadt hochwertige Güter wie Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze zollfrei gelagert und kommissioniert werden. Das „Logistikzentrum“, wie es heute genannt werden würde, lag in direkter Nachbarschaft zum modernen Sandtorhafen und war optimal in die Verkehrsnetze zu Wasser, auf der Schiene und der Straße eingebunden.
Die Speicherstadt erwies sich schon bald als eine der drei tragenden Säulen des Hamburger Hafens. Sie ergänzte in idealer Weise den neuen Kaibetrieb im Hafen, für den die 1866 gegründete Staatliche Kaiverwaltung in schneller Folge Hafenbecken und Kaimauern errichtete. Im Sandtorhafen, der ersten modernen Hafenanlage Hamburgs, konnten Überseeschiffe direkt an der Kaimauer mit leistungsstarkem Umschlaggerät abgefertigt werden. Zuvor waren die Schiffe mitten im Elbstrom be- und entladen worden. Der Sandtorhafen verfügte über bewegliche, von Dampf und später Elektrizität angetriebene Krananlagen, Schuppen zum Zwischenlagern der Ware und – ebenfalls neu – Gleisanschlüsse zwischen Schuppen und Kränen. Umschlagnahe Logistik, modernste Kaianlagen sowie die direkte Anbindung per Schiene, Straße und Zubringerschiff ans Hinterland waren die drei zentralen Erfolgsfaktoren des Hamburger Hafens.
Dank seiner Innovationen und seines vorausschauenden Handelns konnte der Hamburger Hafen die Chancen der damaligen Globalisierungsdynamik erfolgreich nutzen und stieg innerhalb weniger Jahrzehnte in die Spitzengruppe der Welthäfen auf. 1914, vor Beginn des Ersten Weltkriegs, lag Hamburg hinter London und New York auf Platz 3 und war damit der wichtigste Kontinentalhafen Europas.
DRUCKEN